Die Akoya-Perle ist die klassische Perle schlechthin: klein, sehr rund, mit einem fast spiegelnden Lüster. Sie hat den Ruf der japanischen Zuchtperlen begründet und ist bis heute die Referenz für einen Strang weißer Perlen oder ein Paar Ohrstecker.

Woher kommen Akoya-Perlen?
Sie entstehen in der Pinctada fucata (in Japan Pinctada fucata martensii), einer kleinen Meeresauster von 7 bis 8 cm. Japan ist ihre Wiege: Mit dieser Auster entwickelte Kokichi Mikimoto Anfang des 20. Jahrhunderts die runde Zuchtperle, und dort wird sie seit über hundert Jahren gezüchtet.
Heute werden Akoya-Perlen auch in China und Südostasien gezüchtet, vor allem in Thailand. Wir haben eine Perlenfarm in Phuket besucht, von der wir unsere Perlen beziehen.
Wie entsteht eine Akoya-Perle?
Das Prinzip ist dasselbe wie bei allen Meeres-Zuchtperlen: Der Perlenzüchter setzt der Auster einen Nukleus (eine Kugel aus Muschelschale) und ein kleines Stück Mantelgewebe einer Spenderauster ein. Die Auster umhüllt diesen Kern Schicht für Schicht mit Perlmutt.
Da die Akoya-Auster klein ist, ist es auch die Perle, und ihre Zucht dauert kürzer: etwa ein bis zwei Jahre. Ihre Perlmuttschicht ist daher dünner als die einer Tahiti-Perle und verlangt etwas mehr Sorgfalt bei der Pflege.
Größen, Farben, Lüster
Die Größen
Akoya-Perlen messen 2 bis 9 mm, meist 6 bis 9 mm. Über 9 mm werden sie selten. Gerade diese dezente Größe macht sie so leicht tragbar, zu jedem Anlass.
Die Farben
Von Natur aus weiß oder cremefarben, zeigen sie oft einen rosé-, silber- oder champagnerfarbenen Orient. Es gibt auch goldene Akoya-Perlen, vor allem aus den wärmeren Gewässern Südostasiens, sowie dunklere Akoya-Perlen. Wie viele weiße Perlen werden sie häufig leicht gebleicht, um ihren Farbton zu vereinheitlichen: eine gängige Praxis, die die Qualität des Perlmutts nicht beeinträchtigt.
Lüster und Form
Das ist ihre große Stärke. Eine schöne Akoya-Perle wirft das Licht wie ein Spiegel zurück, und ihre Form ist oft sehr gleichmäßig. Deshalb ist sie die ideale Perle für Perlenstränge, bei denen alle Perlen einander gleichen sollen.
Akoya, Tahiti oder Süßwasser: Welche Perle wählen?
- Akoya: für klassische Eleganz und Glanz, in Weiß oder Creme, in dezenten Größen.
- Tahiti-Perle: für dunkle Farben und einzigartige Reflexe, in großzügigeren Größen.
- Süßwasserperle: für eine große Vielfalt an Formen und Farben, zu einem sanfteren Preis.
Unsere Perlen-Enzyklopädie vergleicht alle Arten von Zuchtperlen im Detail.
Unser Schmuck mit Akoya-Perlen
So pflegen Sie Ihre Akoya-Perlen
- Legen Sie sie zuletzt an, nach Parfum, Haarspray und Make-up.
- Wischen Sie sie nach jedem Tragen mit einem weichen Tuch ab.
- Bewahren Sie sie getrennt auf, in einem Etui oder einem Säckchen.
- Nehmen Sie sie zum Baden ab: Chlor und Salz machen das Perlmutt matt.
- Lassen Sie bei einer aufgefädelten Kette den Faden alle ein bis zwei Jahre prüfen.
Häufige Fragen
Sind Akoya-Perlen Meeresperlen?
Ja, es sind Meeres-Zuchtperlen aus einer Auster, im Gegensatz zu Süßwasserperlen, die in einer Muschel entstehen.
Welche Größe eignet sich für Akoya-Ohrringe?
6 bis 7 mm für einen sehr dezenten Stil, 7,5 bis 8,5 mm für einen sichtbareren Glanz im Alltag.
Kann eine Akoya-Perle golden sein?
Ja, manche Akoya-Perlen haben von Natur aus einen goldenen Farbton, vor allem jene aus den warmen Gewässern Südostasiens.