Süßwasserperlen sind die vielfältigsten unter den Zuchtperlen: rund, oval, tropfenförmig, barock, weiß, rosa, pfirsichfarben oder lavendel. Sie sind außerdem die erschwinglichsten und damit ideal für ein erstes Schmuckstück, ein Geschenk oder ein Stück für jeden Tag.

Halsketten mit Süßwasserperlen

Woher kommen Süßwasserperlen?

Sie stammen nicht aus einer Auster, sondern aus einer Süßwassermuschel der Gattung Hyriopsis (Hyriopsis cumingii, oft gekreuzt mit Hyriopsis schlegeli), die in Seen und Flüssen gezüchtet wird. China ist mit großem Abstand der größte Produzent, vor allem im Einzugsgebiet des Jangtse. In China wurden übrigens schon im 13. Jahrhundert kleine perlmuttüberzogene Figuren in Süßwassermuscheln gezüchtet.

Eine andere Zucht als bei Meeresperlen

Bei einer Meeresperle (Tahiti, Akoya) werden ein Nukleus und ein Stück Mantelgewebe in die Auster implantiert. Bei der Süßwasserperle verwendet die traditionelle Methode nur ein Stück Mantelgewebe, ohne Nukleus: Die Perle besteht also fast bis zum Kern aus Perlmutt. Sie ist robust und widersteht Abnutzung gut.

Eine Muschel kann viele Implantate gleichzeitig aufnehmen und bei einer einzigen Ernte mehrere Perlen hervorbringen. Deshalb sind diese Perlen so reichlich vorhanden und damit erschwinglicher, ohne dass die Schönheit des Perlmutts darunter leidet.

Formen, Farben, Größen

Die Formen

Ohne Nukleus, der ihr Wachstum lenkt, nimmt die Süßwasserperle sehr unterschiedliche Formen an. Perfekt runde Perlen sind am seltensten. Ovale, Button-, Tropfen- und Barockperlen mit ihren freien Formen eignen sich für besonders originelle Kreationen.

Die Farben

Ihre natürlichen Farben reichen von Weiß über Zartrosa und Pfirsich bis Lavendel. Diese sanften, leuchtenden Pastelltöne harmonieren mit Silber ebenso gut wie mit Gold.

Die Größen

Etwa 2 bis 13 mm: von winzigen Perlen für filigranen Schmuck bis zu großen Perlen für eine Halskette, die auffällt.

Die richtige Süßwasserperle wählen

Es gelten dieselben Kriterien wie für alle Perlen: zuerst der Lüster, dann Oberfläche, Form und Größe. Eine hochwertige Süßwasserperle hat einen lebhaften Glanz und eine reine Oberfläche. Unsere Perlen-Enzyklopädie erläutert diese Kriterien im Detail und vergleicht die verschiedenen Arten von Zuchtperlen.

  • Süßwasser: für eine Vielfalt an Formen und Farben zu sanften Preisen.
  • Akoya: für ein klassisches Weiß mit spiegelndem Lüster.
  • Tahiti-Perle: für dunkle Farben und große Durchmesser.

Unser Schmuck mit Süßwasserperlen

Sie sind sich beim Stil noch unsicher? Unser Artikel So wählen Sie Schmuck passend zu Ihrem Stil hilft Ihnen weiter.

Pflege von Süßwasserperlen

  • Legen Sie sie erst nach Parfüm und Kosmetik an.
  • Wischen Sie sie nach dem Tragen mit einem weichen Tuch ab.
  • Bewahren Sie sie getrennt auf, um Kratzer zu vermeiden.
  • Nehmen Sie sie zum Schwimmen oder bei der Hausarbeit ab.

Häufige Fragen

Sind Süßwasserperlen echte Perlen?

Ja, es sind echte Zuchtperlen, die wie Meeresperlen aus Perlmutt bestehen. Nur die Molluske ist eine andere: eine Muschel statt einer Auster.

Warum sind sie günstiger als Meeresperlen?

Weil eine Muschel mehrere Perlen gleichzeitig hervorbringt und ihre Zucht ergiebiger ist. Die Qualität des Perlmutts leidet darunter nicht.

Sind ihre Farben natürlich?

Weiß, Rosa, Pfirsich und Lavendel sind natürliche Farben. Schwarze oder knallbunte Süßwasserperlen sind dagegen gefärbt.

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